Damit der Sunny Home Manager die Leistung von Ladegeräten für Elekto-Fahrzeuge steuern kann, muss zur Bestimmung der aktuellen Leistungsaufnahme ein Stromzähler verwendet und im Smart Appliance Enabler konfiguriert werden!
Um ein Gerät zum Laden von Elektroautos konfigurieren zu können, muss als Typ des Gerätes Elektroauto-Ladegerät eingestellt werden.
Im Smart Appliance Enabler wird ein Ladegerät für Elektro-Autos als komplexer Schalter mit diversen Konfigurationsparametern für den Controller und die Fahrzeuge repräsentiert.
Die Konfigurationsparameter richten sich dabei vor allem nach dem im Ladegerät verbauten Controller. Momentan unterstützt der Smart Appliance Enabler folgende Controller:
- Phoenix Contact EM-CP-PP-ETH
- mit folgenden DIP-Schalter-Einstellungen: DIP-Schalter 10 an, alle anderen DIP-Schalter aus
Damit die Konfigurationsparameter nicht manuell eingegeben werden müssen, existieren für die unterstützten Controller Vorlagen, aus denen die benötigte Konfiguration geladen werden kann.
Grundsätzlich sollte auch die Verwendung von Controllern möglich sein, die nicht direkt untersützt werden, solange diese über ein unterstütztes Protokoll angebunden werden:
Wenn der Controller einen benötigten Wert nicht allein liefert, sondern diese irgendwo in einem Text (XML, JSON, ...) enthalten ist, muss ein Regex für Extraktion angegeben werden.
Die Konfiguration von Fahrzeugen beinhaltet Parameter zur Steuerung des Ladevorgangs und Standardwerte für Dialoge.
Für den Ladezustand bzw. SOC können Standardwerte festgelegt werden.
Der Standartwert für manuelles Laden beinhaltet lediglich die Vorbelegung des Feldes für den Soll-Ladezustand in der Eingabemaske, die nach Klick auf die grüne Ampelleuchte angezeigt wird.
Wird ein Standardwert für Optionale Energie gesetzt, wird nach dem Verbinden des Fahrzeugs nur bis zu diesem Wert mit Optionaler Energie geladen und danach der Ladevorgang gestoppt.
Für eine möglichst genaue Ermittlung des Energiebedarfs muss der Ladezustand (State of Charge bzw. SOC) beim Verbinden des Fahrzeugs mit dem Ladegerät bekannt sein. Während dieser Wert beim manuellen Start des Ladevorganges auch eingegeben werden kann, kann dieser Wert bei Verwendung von Zeitplänen nur durch ein Script zum automatisierten Abfragen des SOC ermittelt werden. Wird kein solches Script konfiguriert, wird beim Verbinden des Fahrzeugs mit dem Ladegerät der SOC mit 0 angenommen und ein entsprechend großer Energiebedarf gemeldet.
Die grundsätzliche Konfiguration der Zeitpläne ist hier beschrieben.
Abweichend davon existiert bei E-Auto-Ladegeräten nicht nur die Anforderungsart mit dem Wert Laufzeit, sondern zwei weitere Optionen:
Mit der Anforderungsart Energiemenge kann eine bestimmte minimale und/oder maximale Energiemenge (in Wh) zum Ausdruck gebracht werden. Wenn die minimale Energiemenge auf 0 gesetzt wird und die maximale Energiemenge auf einen größeren Wert, wird damit zum Ausdruck gebracht, dass für die angeforderte Energiemenge Überschussenenergie genutzt soll.
Mit der Anforderungsart Laden bis SOC wird genau die Energiemenge angefordert, die notwendig ist, um einen bestimmten SOC zu erreichen. Zur Berechnung dieser Energiemenge wird die Batteriekapazität und der SOC des Fahrzeugs bei Ladebeginn herangezogen. Für letzteres ist es notwendig, dass der SOC des Fahrzeugs via Script abgefragt werden kann.
Für Geräte vom Typ Elektroauto-Ladegerät unterscheiden sich die Eingabe-Felder zum manuellen Schalten, die nach einem Klick auf die grüne Lampe der Ampel angezeigt werden, von den Feldern, die bei anderen Geräten angezeigt werden.
Wenn ein SOC-Script für das ausgewählte Fahrzeug angegeben wurde, wird das Eingabefeld Ladezustand: Ist vorbelegt mit dem aktuellen Wert zu diesem Zeitpunkt. Ansonsten kann er im Auto abgelesen und eingegeben werden, wenn man dem SHM eine gute Planung ermöglichen will. Ansonsten wird 0 angenommen und ein entsprechend hoher Energiebedarf gemeldet.
Wird im Eingabefeld Ladezustand: Soll kein Wert eingegeben, wird 100% angenommen und ein entsprechend hoher Energiebedarf gemeldet.
Wenn im Eingabefeld bis ein Wochentag/Zeit eingegeben, wird dem SHM der Bedarf gemeldet aber der SAE schaltet das Ladegerät nicht selbst an, d.h. das Laden beginnt erst, wenn der SHM einen Einschaltbefehl schickt, wobei auch die Ladeleistung von ihm vorgegeben wird. Der SAE schaltet den Lader sofort ein, wenn kein Wochentag/Zeit eingegeben werden. Weil der SAE in diesem Fall die Ladeleistung nicht reduziert, lädt das Ladegerät mit voller Leistung.
Auch die Status-Anzeige sieht bei Geräten vom Typ Elektroauto-Ladegerät anders aus. Nachfolgendes Bild zeigt einen manuell gestarteten Ladevorgang:
Für eine via Schaltzeiten anforderte Energiemenge sieht die Statusanzeige vor dem Einschalten wie folgt aus:







