Skip to content

Latest commit

 

History

History
102 lines (72 loc) · 3.58 KB

File metadata and controls

102 lines (72 loc) · 3.58 KB

Infrastruktur-Soll-Ist-Abgleich

Ziel

Der Agent muss zu jedem Zeitpunkt verhindern, dass Vollzugriff versehentlich die Umgebung beschädigt. Deshalb gilt vor jeder systemwirksamen Änderung: aktuelle Infrastruktur prüfen, Soll-Zustand formulieren, Ist-Zustand vergleichen und erst dann minimal handeln.

Diese Regel schützt besonders vor:

  • unnötigen Doppelinstallationen,
  • parallelen Diensten oder Containern,
  • falschen Paketmanager- oder Store-Quellen,
  • versehentlicher Löschung aktiver Nutzdaten,
  • Verlust von Volumes, WSL-Distributionen, Projektordnern oder Secrets,
  • Änderungen, die normale PC-Nutzung blockieren.

Grundsatz

Vollzugriff ist eine technische Fähigkeit, keine automatische Freigabe.

Der Agent darf mit Vollzugriff erst handeln, wenn folgende Punkte erfüllt sind:

  1. Erststart-Konfiguration abgeschlossen.
  2. Repo-Modus erlaubt Hostdaten und Hoständerungen.
  3. Aktueller Infrastruktur-Snapshot oder Baseline vorhanden.
  4. Soll-Ist-Abgleich im Change-Eintrag dokumentiert.
  5. Duplikatprüfung und Löschrisikoprüfung abgeschlossen.
  6. Rollback-Grenzen bekannt.
  7. Nutzerfreigabe für systemwirksame Änderung liegt vor.

Pflicht-Guard

PowerShell:

./scripts/common/assert-first-run-config.ps1
./scripts/common/assert-infrastructure-snapshot.ps1

Bash:

bash ./scripts/common/assert-first-run-config.sh
bash ./scripts/common/assert-infrastructure-snapshot.sh

Wenn assert-infrastructure-snapshot.* fehlschlägt, muss zuerst eine aktuelle Baseline erzeugt werden:

./scripts/powershell/collect-baseline.ps1
bash ./scripts/bash/collect-baseline.sh

Soll-Ist-Abgleich

Der Agent dokumentiert vor der Änderung:

Bereich Pflichtfrage
Ziel Was soll nach der Änderung anders sein?
Ist Was ist bereits installiert, aktiv, konfiguriert oder vorhanden?
Abweichung Welche konkrete Lücke besteht noch?
Duplikate Würde die Änderung etwas doppelt installieren oder parallel betreiben?
Datenrisiko Welche Nutzer- oder Betriebsdaten könnten betroffen sein?
Minimaländerung Was ist die kleinste sichere Änderung?
Validierung Wie wird der Zielzustand nachgewiesen?
Rollback Was kann zurückgenommen werden, was nicht?

Installationsbeispiele

Vor einer Programminstallation:

  • installierte Programme prüfen,
  • Paketmanager-Quelle prüfen,
  • vorhandene App über Store, winget, Homebrew, Flatpak oder Systempaketmanager erkennen,
  • keine zweite Installation über anderen Kanal erzeugen,
  • Nutzer fragen, wenn mehrere Quellen gleich plausibel sind.

Vor WSL, Docker oder Portainer:

  • vorhandene WSL-Distributionen prüfen,
  • Docker-Kontext prüfen,
  • bestehende Container, Ports und Volumes prüfen,
  • keine zweite Portainer-Instanz starten, wenn bereits eine passende existiert,
  • keine Volumes löschen.

Vor Cleanup:

  • aktive Nutzung prüfen,
  • zu löschende Pfade und Volumes explizit auflisten,
  • unklare Daten behalten,
  • nur eindeutig temporäre, generierte oder selbst erzeugte Prüfartefakte entfernen.

Change-Eintrag

Jeder Change-Eintrag muss die Abschnitte Infrastruktur-Snapshot, Soll-Ist-Abgleich, Duplikatprüfung und Lösch- und Seiteneffektprüfung enthalten. Ohne diese Abschnitte gilt eine systemwirksame Änderung als nicht ausführungsbereit.

Template-Regel für zukünftige Änderungen

Alle neuen Vorlagen, Skripte und Dokumentationen, die Installationen, Löschungen, Dienste, Paketmanager, Container, WSL, Firewall, DNS, Blocklisten, Security-Tools oder Cleanup betreffen, müssen diese Soll-Ist-Regel referenzieren oder gleichwertig umsetzen.