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@@ -74,6 +74,85 @@ <h1 id="manches-soll-nicht-gleich-in-der-timeline-versinken">Manches soll nicht
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<p>Auf dieser Website ist Raum für das, wofür meinem Mastodon-Account <ahref="https://typo.social/@charakterziffer/">@charakterziffer</a> zu kurzlebig ist. Mein Blog ist als Plus zu meinen Posts gedacht, eben „@cz+“. // Die letzten drei Artikel:</p>
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<timedatetime="2025-07-30">Mi, 30. Juli 2025</time>
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<h1><ahref="wolken.html">Blick in die Wolken</a></h1>
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<p>Der Himmel ist schön, also jedenfalls sehr oft. Das klingt banal, aber es ist mir gerade in letzter Zeit wieder sehr aufgefallen – vielleicht weil ich nach unserem Umzug einen etwas weiteren Blick auf die Himmelsfläche habe. Und dann gibt es diesen selbstverstärkenden Effekt: Wenn ich auf etwas aufmerksam geworden bin, achte ich zukünftig eher darauf und ich bemerke es immer häufiger. Bei schönen Himmelsansichten sicherlich nicht das schlechteste.</p>
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<p>Darum möchte ich mit diesem Blogartikel euren eigenen Blick ein wenig lenken. Schaut ruhig öfter mal nach oben und freut euch über die abenteuerlichen Farben und seltsamen Wolkenstrukturen. Selbst wenn es grau ist, gibt es etwas zu entdecken. Was <em>ich</em> in den letzten Monaten am Himmel so gesehen habe? Davon habe ich immer mal wieder Fotos gemacht (Klick aufs Bild öffnet eine größere Ansicht):</p>
<p>Eine Fotoserie über längere Zeit kann den Blick für Gemeinsamkeiten und Unterschiede schärfen und dazu anregen, auf Details zu achten – ich kann so ein Projekt nur empfehlen! Was man außer Wolken noch fotografieren könnte? Baumblätter, rote Gegenstände, Litfaßsäulen, Steine, bewachsene Gehsteigfugen, Käfer, Erker, beklebte Stromkästen … alles, was einem im Alltag begegnet. Ich wünsche euch einen geschärften Blick und eine himmlische Sommerzeit!</p>
@@ -97,7 +176,7 @@ <h2 id="wer-neutral-bleibt-hilft-dem-angreifer">Wer neutral bleibt, hilft dem An
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<h2id="wohin-stellt-sich-die-bundestagsverwaltung">Wohin stellt sich die Bundestagsverwaltung?</h2>
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<p>Zurück zum Anlass dieses Artikels. Wenn die Bundestagsverwaltung ihren Beschäftigten <em>verbietet</em>, als queere Mitarbeiter am CSD teilzunehmen, dann ist das keine Neutralität. Dann ist das „Der Bundestag verbietet seinen queeren Mitarbeiter:innen, sich beim CSD als Bundestagsbeschäftigte zu zeigen“ oder kurz: „Der Bundestag verbietet seinen Mitarbeiter:innen, sich als queer zu zeigen“. Und das bedeutet im Grunde, dass Mitarbeiter:innen des Bundestags ihre Identität nicht öffentlich zeigen dürfen (wenn sie von der ‚Normalität‘ abweicht).</p>
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<p>Zurück zum Anlass dieses Artikels. Wenn die Bundestagsverwaltung ihren Beschäftigten <em>verbietet</em>, als queere Mitarbeiter am CSD teilzunehmen, dann ist das keine Neutralität. Dann ist das „Der Bundestag verbietet seinen queeren Mitarbeiter:innen, sich beim CSD als Bundestagsbeschäftigte zu zeigen“ oder kurz: „Der Bundestag verbietet seinen Mitarbeiter:innen, sich als queer zu zeigen“. Und das bedeutet im Grunde, dass Mitarbeiter:innen des Bundestags ihre Identität nicht öffentlich zeigen dürfen (wenn sie von der „Normalität“ abweicht).</p>
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<p>Meiner Meinung nach rutscht die Bundestagsverwaltung damit ein gutes Stück auf die Seite derjenigen, die queere Personen unsichtbar machen möchten und ihre Diskriminierung leugnen. Neutral ist diese Einstellung ganz sicher nicht. Ein paar ergänzende Gedanken, beispielsweise zu symbolischer und tatsächlicher Handlung sowie dem Verhältnis von Neutralität und dem Vertreten von Werten finden sich in der <ahref="https://www.ardaudiothek.de/episode/die-frage-des-tages/muss-sich-der-bundestag-zum-csd-neutral-verhalten/radio3/14759677/">Frage des Tages</a> von Radio3 (rbb).</p>
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@@ -188,32 +267,6 @@ <h1><a href="origamitaube.html">Eine Taube aus Papier</a></h1>
<pclass="fade-in">Menschen stiegen ein, stiegen aus, erfüllten den Raum mit diffusen Murmeln. Auf einem der hinteren Sitze öffnete Alex ihren mattschwarzen Geigenkasten. Vor dem Fenster spielte ein Junge Kästchenhüpfen, zusammen mit anderen Kindern, die wegen seiner Springkünste begeistert klatschten. Ein Hund bellte.</p>
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<p>Das Taxi kam einen Augenblick nach dem Bus am Konzerthaus an. Alex hatte die Satteltasche an sich genommen. Mit einem beherzten Wurf platzierte Jonas den Stein auf dem Feld Nº 6. Das Publikum klatschte. Die Geigen hatten bereits zu summen begonnen, während Maria ihre Noten aufschlug. Sie hatte noch etwas Zeit; die Triangel kam im ersten Satz nicht vor. Als der Gesang einsetzte, erhob sich der Uniformierte. Er nahm sein Rad und wartete, bis der Bus zum Stehen kam. Bevor der Postbote wieder auf das Fahrrad stieg, zog er den Kopfhörer aus dem Ohr und legte ihn zu den Briefen in die Satteltasche.</p>
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<p>Der Junge blickte kurz auf, als der Uniformierte vorbeifuhr, dann nahm er den Stein aus dem vorigen Feld. Es musste sich um Alex handelt, vermutete Frau Mohnfeld. Ganz sicher war sie sich bei den Zwillingen aber nie. Sie schob den Vorhang wieder vor, denn die Sonne blinzelte durch die Schleierwolken. In diesem Augenblick bellte erneut ihr Hund und kurz darauf klapperte der Briefschlitz.</p>
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<p>Seinem Gefühl nach hatte die Generalprobe nur eine Viertelstunde gedauert. Jonas knabberte eine Mohrrübe, während er im Foyer auf den Bus wartete. Ob seine Tante die Konzertkarten rechtzeitig bekommen hatte? Nach einem Blick auf die Standuhr warf Jonas die zweite Mohrrübe in seine Satteltasche und eilte auf die Straße. Das graue Licht des Morgens brach sich im feinen Nieselregen. An der Bushaltestelle warteten Alex und Maria, über das Konzert redend, als die Linie 14 um das Justizgebäude bog. Menschen stiegen ein, stiegen aus, erfüllten den Raum mit diffusen Murmeln. Auf einem der hinteren Sitze öffnete Alex ihren mattschwarzen Geigenkasten. Vor dem Fenster spielte ein Junge Kästchenhüpfen, zusammen mit anderen Kindern, die wegen seiner Springkünste begeistert klatschten. Ein Hund bellte.</p>
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<pclass="fade-out">Das Taxi kam einen Augenblick nach dem Bus am Konzerthaus an. Alex hatte die Satteltasche an sich genommen. Mit einem beherzten Wurf platzierte Jonas den Stein auf dem Feld Nº 6. Das Publikum klatschte. Die Geigen hatten bereits zu summen begonnen, während Maria ihre Noten aufschlug. Sie hatte noch etwas Zeit; die Triangel kam im ersten Satz nicht vor.</p>
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<pclass="hinterlegt" style="background-color:var(--nebelgrau)">Diese Kurzgeschichte ist inspiriert von den früheren Zwischensequenzen bei arte-Programmhinweisen (<ahref="https://www.youtube.com/watch?v=tSJzq_ifwy0&list=PL47SHE1KRxr8o4NqGHucs4OHq7-pGoIvE&index=1">arte Idents 2011</a>). Daran fasziniert haben mich die mehrdeutige Handlung und die Idee eines abstrakten Gebildes, das immer wieder andere Blickwinkel bietet.</p>
<p><strong>§<small></small>3 Widerspruch gegen Direktwerbung</strong> · Die Verwendung meiner Kontaktdaten zur gewerblichen Werbung ist ausdrücklich nicht erwünscht; ich widerspreche hiermit jeder kommerziellen Nutzung und Weitergabe meiner Daten (gemäß § 21 DSGVO). // Über <ahref="briefe.html">private Fanpost</a> freue ich mich allerdings sehr und antworte darauf mit großem Vergnügen!</p>
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